DVT (dentale digitale Volumentomographie)

Röntgen in 3D

dentale digitale Volumentomographie

 

 

 

 

 

 Das DVT ist ein dreidimensionales bildgebendes Verfahren, bei dem sich eine drehbar gelagerte Röntgenröhre um den Patientenkopf dreht. Dabei entstehen viele (zwischen 100 und 400) zweidimensionale Einzelprojektionen, die von einem eingebauten Rechner zu einem dreidimensionalen Datensatz um-gerechnet werden.

In der Endodontie (Wurzelkanalbehandlung) kann eine DVT-Aufnahme zur Diagnostik verwendet werden, wenn konventionelle Röntgenaufnahmen an ihre Grenzen stoßen. Entzündungen an den Wurzelspitzen die mit klinischen Symptomen einhergehen, jedoch nicht auf zweidimensionalen Aufnahmen erkennbar sind, können durch ein DVT sichtbar gemacht werden, da die Sensitivität dieser Röntgenaufnahme erhöht ist.

Erkennung und Behandlung

Wurzelfrakturen können auf DVT-Aufnahmen sicherer identifiziert werden, als mit zweidimensionalen Aufnahmen. Der Abbau von Zahnsubstanz im Bereich der Wurzeln (Wurzelresorption) durch Zahnverletzungen, Infektionen oder kieferorthopädischer Behandlungen, kann durch ein DVT frühzeitig erkannt werden. Perforationen sowie Stiftperforationen können durch eine dreidimensionale Aufnahme in jedem Bereich des Zahnes diagnostiziert werden. Komplexe Wurzelanatomie und Morphologie (zusätzliche Wurzelkanalsysteme) kann z.B. durch Querschnitte dargestellt werden.

Die Planung und Durchführung endodontischer Chirurgie unter Einbeziehung gefährdeter Nachbarstrukturen (Knochen, Nerven) wird durch DVT-Aufnahmen unterstützt. Instrumentenfrakturen, wenn die Fragmente mit optischen Hilfsmitteln nicht aufzuspüren sind, werden dadurch sichtbar gemacht. Bei der Diagnostik und Behandlung von traumatischen Verletzungen im Zahn- und Knochenbereich, wird durch das DVT die genaue räumliche Lage des Zahnes bestimmt und zur Therapie und Prognose genutzt.