Zahnunfall

Zahnschutz reduziert die Gefahr vor Zahnverlust und Verletzungen

Durch moderne und risikoreiche Trendsportarten (Skateboard, Inline-Skating, Snowboard,Mountainbiking) steigt das Risiko an Zahnunfällen. 10-15% aller Zahnunfälle passieren beim Sport. Darunter zählen auch die gängigen Kontaktsportarten wie Fußball, Handball oder auch Eishockey, wo eine deutliche Gefährdung der Zähne zu erwarten ist.

 

Vorbeugen mit Schienen

Um das Risiko zu minimieren, empfehlen wir einen Zahnschutz. Da jedoch die Notwendigkeit bei Kindern und Jugendlichen noch nicht ausreichend erkannt wird und auch wenig Aufklärung in diesem Bereich erfolgt, ist die Anwendung eines Sportschutzes im privaten Bereich eher selten, obwohl im Profisport ein Tragen teilweise vorgeschrieben ist. Eventuelle Kritikpunkte die angeführt werden, wie erschwerte Atmung, entstehender Würgereiz oder ungenügender Halt, werden durch eine individuelle Anfertigung eines Zahnschutzes im technischen Labor vermieden. Der Zahnschutz dient dazu, schlag- und stoßinduzierte Energien abzufangen, reduziert die Gefahr von Unterkiefer-Frakturen und ist in der Lage Zahnschäden im Sport gering zu halten. Schwere Zahnunfälle können zu irreversiblen Schäden und letztlich zum Zahnverlust führen. Viele Eltern denken erst über einen Schutz nach, wenn bereits ein Unfall passiert ist.

Die Anfertigung von Schutzschienen kann in unserer Praxis erfolgen, so dass es nicht zu schmerzhaften und unnötigen Zahntraumata kommen muss. Eine Anfertigung wird von der gesetzlichen Krankenkasse nicht bezuschusst, daher sind die Kosten selbst zu tragen, die sich auf ca 250€ belaufen. Der Schutz der Zähne sollte bei der Entscheidungsfindung an erster Stelle stehen. Folgekosten halten sich im Rahmen, da eine fünffache Wachstumsanpassung im Wechselgebiss möglich ist.

Wenn es zu einem Zahnunfall gekommen ist, sei es beim Sport oder beim Spielen, ist schneller Handlungsbedarf erforderlich. Im Notfall eines herausgeschlagenen Zahnes, erhöht eine Zahnrettungsbox die Wahrscheinlichkeit des Zahnerhalts. Bei Zahnverlust sollte der Zahn gesucht und in einer Zahnrettungsbox zellschonend, in der darin befindlichen Nährstofflösung gelagert werden und der direkte Weg zum Zahnarzt gesucht werden. Durch diese physiologische Speziallösung können die vitalen Gewebestrukturen an dem Zahn für 24 Stunden vital erhalten werden, so dass ein Wiedereinsetzen ermöglicht werden kann. Eine Zahnrettungsbox ist in Apotheken für ca 15€ erhältlich und ihr Vorhandensein empfiehlt sich in Schulen, Sporthallen, Schwimmbädern sowie im Privathaushalt.

Durch eine spezielle Fortbildung ist Frau Kleinschmidt auf Behandlungen nach unfallbedingten Zahnverlust spezialisiert und kann in Notfällen die ersten Behandlungschritte durchführen. Je nach Gebisssituation ( Milchzahn,-Wechsel- oder bleibendes Gebiss) erfolgt in der Praxis eine individuelle und situationsbedingte Therapie ggf. ergänzt durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kieferchirurgen und Kieferorthopäden. So wird für den Patienten die beste Versorgung zum Erhalt des Zahnes gewährleistet.