Zahnmedizin

Gesunde Zähne, ein Leben lang.

Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich werden durch unser zahnärztliches Team ganzheitlich funktionell erfasst, denn es wirken sich Erkrankungen der Zähne auf den Gesamtorganismus aus und viele Krankheiten (z.B. Bluterkrankungen, Krebs oder Infektionen) zeigen Symptome in der Mundhöhle. Deshalb finden in unserer Praxis zahnmedizinische Behandlungen nach Befunderhebung und Diagnose auf den Gebieten der Kariologie, der Füllungstherapie, Endodontie, Parodontologie, der Chirurgie und Prothetik statt.

Doch wie entwickelte sich die Zahnmedizin im Laufe der Zeit?

Bereits frühzeitig wurde begonnen ausgefallene oder gezogene Zähne zu ersetzen. Zahnersatz wurde damals aus Elfenbein, Holz oder Zähne von Tieren, die über Drähte an den gesunden Zähnen befestigt wurden, hergestellt. Die ersetzen Zähne dienten allerdings nur zur Ästhetik und konnten die Kaufunktion nicht ersetzen. Durch Ausgrabungen fanden Archäologen eindeutige Spuren an Zähnen, die Bohrungen aufwiesen. Somit liegen Hinweise auf eine zahnmedizinische Behandlung vor, die vor 9000 Jahren stattfand.

Auch liegen Beweise vor,das in der Antike Zahnpflege betrieben wurde. Diese wurde meist mit Hilfe der Finger, Pflanzenextrakten und Kauhölzern durchgeführt. Kam es trotz dessen zu Zahnschmerzen gab es zwei Möglichkeiten: Entweder wurden die Zahnschmerzen ausgehalten oder es erfolgte der Gang zum Zahnbrecher, der den schmerzenden Zahn nicht gerade sanft entfernte. Von Land zu Land entwickelte sich die Mundhygiene anders. In altem Rom wurden die Zähne mit pulverisiertem Bimsstein und Marmorstaub zum Glänzen gebracht, wo hingegen die Griechen ihre Zähne mit einem rauen Leintuch reinigten.

Im 9. Jahrhundert gab es in der arabischen Medizin bereits erste Schritte von Zahnbehandlungen, wie einer Wurzelbehandlung.Im Mittelalter nahm man als Verursacher für die Karies in den Zähnen lange ein Zahnwurm an. Dieser und die Schmerzen sollten durch die Inhalation von verbrannten Bilsenkrautsamen, die halluzinogen und betäubend wirken, vertrieben werden.Zu dieser Zeit gab es noch keine richtigen Zahnärzte – ob Barbier, Apotheker oder Hufschmied, eine Vielzahl von Berufszweigen übte dieses Handwerk aus.Erst im 18. Jahrhundert wurde in Europa ein Vorläufer der heutigen Zahnbürste entwickelt. Hierzu wurden Schweine- oder Pferdeborsten gekocht und an einen Stiel geklebt. Allerdings konnte nur die gut betuchte Gesellschaft sich diese leisten.

Ab Ende des 18. Jahrhunderts gab es erste Aufzeichnungen über künstliche Gebisse aus Porzellan, aber erst im 19. Jahrhundert konnte man mit Kautschuk auch funktionierenden Zahnersatz für die breite Masse herstellen.Bis zum 19. Jahrhundert war Zahnpflege reine Frauensache. Männer, die sich die Zähne putzten, wurden als dekadent bezeichnet. Erst langsam wurde die Zahnpflege allmählich für alle ein fester Bestandteil der Körperpflege.Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es möglich Zahnbürsten mit Kunststoffborsten und Zahnpasta maschinell für die breite Masse herzustellen. Das sich nun jeder diese Hilfsmittel leisten konnte, wurde die Kariesverbreitung eingedämmt.

Somit stehen uns erst seit kurzem die heutigen Methoden zur Verfügung, sei es die Lokalanästhesie oder die Röntgenaufnahme zur besseren Diagnostik, wodurch die Behandlung angenehmer erfolgen kann.